Hinweis

10. Spieltag - 2016/17


10. Spieltag der Westlausitzliga am 05.03.2017

 

SV Obergurig - Königswarthaer SV  

19:19  (8:9)

 

Am Schluss war es noch mal richtig spannend

 

Der KSV verlor beim Gastspiel bei SV Obergurig zwar einen wichtigen Punkt im Kampf um die Meisterschaft der Westlausitzliga, hielt aber einen Kontrahenten aus dem Quartett auf Distanz. Denn Obergurig hat bei nur noch einem auszutragenden Spiel mit 7 Minuspunkten die schlechteste Ausgangssituation. Der KSV verteidigte hingegen die Tabellenführung und hat im Heimspiel am 25.03. gegen die zweite Vertretung des VfB Bischofswerda die Möglichkeit, sich mit einem Sieg den nächsten Konkurrenten vom Hals zu halten. Mit der Partie Bischofswerda gegen Sohland kommt es dann eine Woche später zum direkten Aufeinandertreffen der beiden Verfolger des KSV. Bischofswerda hätte bei einer Niederlage beim KSV zwar nur noch theoretische Chancen, könnte aber mit einem Sieg den Sohländerinnen einen Strich durch die Rechnung machen und bereits eine Vorentscheidung über die Titelvergabe herbeiführen. So gesehen hält die Schlussphase der Meisterschaft noch einiges an Spannung bereit. Denn auch das Torverhältnis könnte noch eine Rolle spielen. Der KSV hat gegenüber Sohland eine um 14 Tore schlechtere Tordifferenz. Hat aber im letzten Spiel gegen Seifhennersdorf durchaus die Möglichkeit mit einem klaren Sieg das Unmögliche möglich zu machen, da es ja bereits beim Hinspiel mit dem 30:16 eben jene 14-Tore-Differenz gab. Doch auch Sohland hat gegen Steina und Neugersdorf noch die Möglichkeit zur Verbesserung ihrer Tordifferenz, benötigt aber aus den drei verbliebenen Partien auch 3 Siege, um im Kampf um den Kreismeistertitel der Westlausitzliga im Rennen zu bleiben. Der KSV fand besser in die Partie. Ging folgerichtig in Führung und brachte Obergurig mit energischem Zug am Kreis ein ums andere Mal in Verlegenheit. Die KSV-Sieben führte nach Toren von Jana Scholz und Sandra Scholz und einem verwandelten Siebenmeter mit 3:1, wobei Jana Scholz mit zwei weiteren Versuchen vom Punkt scheiterte. Drei Strafwürfe in der Anfangsphase waren für den Heimtrainer zu viel und er zückte die Grüne Karte und stoppte den Lauf des KSV. Dennoch blieb der KSV ständig in Führung und gab diese in der 1. Halbzeit auch nicht mehr ab. Aber es gelang auch nicht, sich gegen einen nervös agierenden Gastgeber  entscheidend abzusetzen. Obwohl beim 2:5, 4:7 und 5:8 mehrfach mit drei Toren Differenz in Front liegend durchaus die Möglichkeit bestand. Eine Grippe geschwächte Anne Pradel fand in der ersten Halbzeit nicht ins Spiel, dafür  bewies Lena Zschiesche mit zwei Toren gewachsenes Selbstvertrauen und in der Abwehr hat sie ohnehin ihre Stärken.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit gab es auf beiden Seiten viele technische Fehler und mehrere vergebene freie Würfe. Der KSV konterte den Ausgleich der Gastgeberinnen zum 9:9 mit dem ersten Tor durch Anne Pradel und einer nun treffsicheren Jana Scholz vom Strafstoßpunkt. Danach ergriff Obergurig mit mehr Laufbereitschaft und Schwung die Initiative. Der Gastgeber drehte die Begegnung mit zwei schnellen Kontertoren, bedingt durch Fehler des KSV im Angriff. Greta Lehnig im Tor des KSV mit einem von zwei gehaltenen Siebenmetern und ein weiteres Tor von Anne Pradel verhinderten eine Vorentscheidung zu Gunsten der Gastgeberinnen. Der KSV blieb dran, dank einem starken Rückhalt durch Greta Lehnig und der drei verwandelten Siebenmeter in Halbzeit zwei von Jana Scholz, die mit ihren insgesamt 5 Toren zur erfolgreichsten Werferin des KSV avancierte. Ansonsten wurden viele freie Würfe vergeben oder eine sichere Beute der sich steigernden Torhüterin der Gastgeberinnen. Wobei die KSV-Sieben die Anwesenheit ihrer besten Konterspielerin, Fanny Saager, noch nicht zum Vorteil zu nutzen wusste. Auch wenn Außenstehende die Begegnung auf nicht sehr hohem Niveau einstuften, war das Spiel aber spannend bis in die Schlussminuten. In einer hektischen Schlussphase ging der KSV noch zwei Mal in Führung durch Sandra Scholz und Lysan Schulze, musste am Ende aber froh sein mit dem Tor von Vivien Müller 30 Sekunden vor Abpfiff wenigstens einen Punkt gerettet zu haben.                                       

F.S.

Für den Königswarthaer SV spielten:

Greta Lehnig, Carmen Huml,

Anne Pradel (3), Jana Scholz (1/4), Vivien Müller (3), Lysann Schulze (3), Sandra Scholz (3), Lena Zschiesche (2), Anna Schindler, Katharina Mauff, Fanny Saager (1)